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Steinel Areal, Einsiedeln

Die gewählte Entwurfsstrategie basiert auf einer Clusterbildung: Grosszügige Räume mit unterschiedlichen Nutzungen und adressbildenden Fassaden werden mit intimen Orten verwoben und erzeugen ein reichhaltiges, stadträumlich differenziertes Bild von angemessener Dichte.

Jedes Gebäude, wie auch die resultierenden Freiräume, erhält eine eigene Identität mit lesbarer Adresse. Die Überlagerungen vielfältiger, gemischter Nutzungen werden als Chance begriffen, beleben den Ort und erlauben Synergien untereinander wie auch mit der umliegenden Stadt.

Quer zur Allmeindstrasse mit der Baumallee und den Besucherabstellplätzen werden neue Achsen entwickelt, die das Areal in unterschiedlich breite Felder
gliedert, die für eine Staffelung von gebauten Volumen und präzis gefasste Freiräumen genutzt werden. Die Schnittstellen belegen Strassen und Wege, die die einzelnen Teile des Areals auf selbstverständliche Weise zusammenbinden.

Der Ausgangspunkt des Entwurfs bildet das bestehende, ausdruckstarke Bürogebäude mit der rückwärtig angegliederten Shedhalle. Das Bürogebäude wird auf die ursprüngliche Struktur zurückgeführt und die Fassade denkmalpflegerisch und wärmetechnisch saniert. Für die Erdgeschossnutzung ist ein grosszügiger, zusammenhängender Verpflegungsbereich für das gesamte Areal vorgesehen, während für die Obergeschosse eine Nutzung mit Wohnen/Arbeiten in Lofts angedacht ist.

Als nördliche Begrenzung des zentralen Platzes wurde ein Gebäude mit einer flexiblen Struktur und einem offenen Innenhof konzipiert. Im Erdgeschoss ist eine Café/Retail Nutzung vorgesehen (Platzbespielung); in den Obergeschossen wird im Projekt die Nutzung mit Büros und Wohnungen skizziert.

Die Betriebsgebäude für die STEINEL Solutions AG, für innovative Startup-Unternehmen im Technologiesektor sowie für die aktuellen Mieter sind im Ostbereich des Areals platziert. Die Stützenstruktur und die Höhe des Sockelgeschosses sind aufeinander abgestimmt, sodass im Obergeschoss Verbindungsbauten jederzeit möglich sind.

Beide Bauten sind so konzipiert, dass sie verschiedene Bereiche verbinden, sowohl in vertikaler wie auch in horizontaler Dimension. Sie sind von einer starken Nutzungsdurchmischung geprägt und folgen dem Prinzip Cluster in Cluster: Empfang, Ausstellung und Büros sind mit Entwicklungsräumen, Montage- und Prouktionshallen räumlich verbunden und flexibel nutzbar.

Der tiefer gelegene westliche Bereich des Areals wird vorwiegend für das Wohnen genutzt. Das Gebäude an der Geländekante vermittelt zum höher gelegenen, östlichen Bereich des Areals. In ihm sind in den Obergeschossen Alterswohnungen angedacht während im Erdgeschoss die die Wohnungen ergänzenden Servicebereiche untergebracht sind.

Drei quer zur Kornhausstrasse stehende Gebäude mit konventionellen
Wohnungen und mit reduzierter Körnung schliessen das Areal gegen Westen hin ab und vermitteln zugleich zur Nachbarschaft.