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Ladenzentrum Römertor, Winterthur

Mit einem fünfgeschossigen Gebäudekörper, dem Zentrumsgebäude, soll zum Hotel Römertor ein ruhiges Gegenüber geschaffen werden, welches die Ensemblewirkung an der Platzsituation unterstreicht.

Seine feine polygonale Grundrissausbildung folgt der Bauliniensituation und nimmt die abfallende Terrainsituation entlang der Stadlerstrasse über gefasste Stufen auf. Die zweiseitig zurückgezogene, durch ein schlankes Vordach begleitete Sockelpartie, reagiert auf die Platzsituation und markiert die publikumsorientierten Nutzungen und Zugänge. Durch das Absenken der Verkaufsflächen der Migros wird das Erdgeschoss entlastet und das Zentrumsgebäude kann auf eine städtebaulich gut verträgliche Grösse reduziert werden.

Aus der Kopfsituation heraus entwickeln sich quergestellt entlang der Guggenbühlstrasse drei weitere viergeschossige Wohnhäuser, die einerseits Querbezüge zu den Aussenräumen der nördlich gelegenen Reihenhäusern ermöglichen und andererseits angemessen auf deren Traufhöhe reagieren. Die leicht abfallende Terrainsituation wird gegenüber der Guggenbühlstrasse als eine um ein Halbgeschoss erhöhte Gartenplattform ausgebildet, die Zugänge erfolgen auf dem Niveau des Gehsteigs.

Im ersten Obergeschoss des Zentrumsgebäudes werden die Nutzungen M-Fitness, zugehöriger Physiotherapie und grossem Kursraum organisiert. Darüber folgen, angeordnet um je zwei grosszügige Treppenlichthöfe, auf drei Geschossen fünfspännig organisierte Wohnebenen mit jeweils drei 3.5, einer 2.5 und einer 4.5 Zimmerwohnung. Durch das Lichthofelement werden interessante Lichtstimmungen und Sichtbezüge möglich. Das Wohnungslayout ermöglicht aber auch differenzierte Wohnformen wie Wohngemeinschaften, indem zwei 3.5 Zimmerwohnungen zu einer Grosswohnung zusammengefasst werden könnten.

Im östlichen Arealbereich enstehen drei gleichwertige, gegenüber der Guggenbühlstrasse leicht erhöhte Wohnhäuser. Die Gebäude entwickeln sich in nördlicher Richtung von zwei dreispännigen zu einem vierspännig erschlossenen Gebäudetypus. Dabei werden die Wohnungen um ein zenital belichtetes Treppenhaus organisiert. Während bei allen drei Wohnhäusern die nach Südwest und Nordwest orientierten Wohnungstypen als 3.5 und 4.5-Zimmerwohnungen konzipiert sind, variieren die parallel zur Guggenbühlstrasse ausgerichteten Wohnungen zwischen der Zimmerzahl 2.5 bis 4.5 respektive 5.5 mit der Möglichkeit eines zumietbaren Zimmers.