Erweiterung Schulanlage, Stettfurt

Das bestehende denkmalgeschützte Schulhaus aus dem Jahr 1809 bildet zusammen mit dem 1978 erstellten Gemeindezentrum ein ortsbaulich solides Ensemble.

Das Verschieben in Längsrichtung der zwei Gebäudetrakte des Gemeindezentrums erzeugt auf der südwestlichen Seite eine verständliche Zugangssituation zu beiden Gebäuden und einen klar definierten kleinen Schulhof. Das 1997 realisierte Schulgebäude erweiterte die Schulanlage in Richtung Nordosten mit einem kleineren länglichen Steildachgebäudekörper.

Städtebaulich soll das bestehende Gebäudeensemble erhalten und in nordwestlicher Richtung mit einem volumetrisch klaren Gebäudekörper abgeschlossen werden. Analog zum denkmalgeschützten Schulhaus aus dem Jahr 1809 wird durch die präzise Setzung des neuen Gebäudes das in der Analyse beschriebene Zugangsthema auf der nordwestlichen Seite eine Fortsetzung finden und damit die Schulanlage räumlich klar definieren und komplettieren. Durch die asymmetrische, sanft geneigte Steildachform wird sich der Gebäudekörper schlicht in die Dachlandschaft der Schulanlage und der Dorfstruktur eingliedern. Der heute um fast einen Meter abfallende Pausenhof wird auf das Niveau des Erdgeschosses des Gemeindezentrums angehoben. Stirnseitig wird der gedeckte Pausenbereich des Neubaus zu einem Bestandteil des Schulhofs. An der Schnittstelle von Gemeindezentrum und neuem Gebäude gelangen die Besucher entlang von deren Längsseite über eine breite Aussentreppe auf das Niveau des Sportplatzes. Durch diese räumliche Verzahnung entstehen zwei Niveaus, die für klare Zuordnungen der Aussenflächen sorgen.