Prev
1/8
Next

Erweiterung Schulanlage Feld, Kloten

Wettbewerb 2011, 1. Rang
Realisierung 2016-2019

Zwei präzise angeordnete Volumen integrieren die bestehende Schule Feld in ein neues Ensemble und schaffen einen neuen Schulhof.

Durch die Zweigeschossigkeit des Schulneubaus und das Absenken der Turnhalle um ein Geschoss entsteht in der Höhenentwicklung der Schulanlage eine adäquate Massstäblichkeit, die die Traufhöhe des Schulhauses Feld respektiert.

Auf der dem Schulhof abgewandten Seite wird das Schulhaus Feld um ein schlankes zweigeschossiges Volumen erweitert.
Im nördlichen Teil des Platzes werden die Turnhalle und das Schulhaus Feld wie bis anhin mit einem eingeschossigen Dach verbunden, was der Hofsituation räumlich Rückhalt verschafft. Von der Gerlisbergstrasse her entsteht durch die neue Disposition eine Staffelung, die sich natürlich in die örtliche Situation eingliedert und gleichzeitig Vorplätze und Zugangssituationen zur Schulanlage bildet.

«

Entlang der Gerlisbergstrasse staffelt sich die Anlage und reagiert selbstverständlich auf die topografische Situation. Gleichzeitig entstehen differenzierte Vorplätze und klar lesbare Zugänge zur Schulanlage.

»
Dieter Haller, Partner / Geschäftsleitung

Der Neubau entlang der Gerlisbergstrasse bildet das schulische Zentrum. Mittelstufe und Unterstufe greifen gleichsam aus ihrer räumlichen Mitte auf die gemeinsamen Nutzungen zu. Ein innerer Weg verbindet die beiden Schuleinheiten auf der Ebene des Erdgeschosses und fungiert als Plattform für schulische und ausserschulische Aktivitäten.

Am südlichen Kopf des Gebäudes befindet sich der Kindergarten als eigenständige Einheit. Er verfügt über eine eigene Adresse und einen direkten Aussenraum, bleibt jedoch räumlich mit den schulischen Nutzungen verbunden. Dadurch entstehen Synergien mit Werkräumen, Mittagstisch, Aufenthaltsbereichen und der Bibliothek.

Im Obergeschoss organisiert sich das Gebäude in einer kleinteiligeren Clusterstruktur mit drei Grundeinheiten. Schulräume in Längsrichtung werden mit erhöhten Räumen in Querrichtung zur Fassade kombiniert. Die Struktur erlaubt unterschiedliche räumliche Konfigurationen und kann je nach pädagogischem Konzept zusammengefasst oder unterteilt werden.

Jedem Cluster ist ein identitätsstiftender Innenhof eingeschrieben. Diese Höfe ermöglichen differenzierte Unterrichtsformen und schaffen innerhalb der Schule vielfältige räumliche Situationen.

Der Erweiterungsbau des Schulhauses Feld übernimmt die strukturelle Logik des Bestands, was sowohl in der Fassadengliederung als auch in der inneren Organisation ablesbar ist. Garderoben und Grossgruppenräume bilden jeweils eine Einheit, die direkt von den Klassenzimmern aus zugänglich ist. Der Vorbereich zum Grossgruppenraum kann bei Bedarf abtrennbar genutzt werden.

Am Standort der ehemaligen Einfachturnhalle steht heute eine um ein Geschoss abgesenkte Doppelsporthalle. Durch beidseitige Fenster zum Schulhof wird der Hallenraum – ähnlich einer Zuschauertribüne – einsehbar, während das Bauvolumen nach aussen zurückhaltend in Erscheinung tritt.

Unter dem Verbindungsdach zwischen Sporthalle und Schulhaus Feld befindet sich der Zugang zur Turnhalle als eigenständiger transparenter Baukörper. Über einen zweigeschossigen Galerieraum, der bis ins Untergeschoss reicht, wird die Sportebene erschlossen. Laternenartige Oblichter bringen Tageslicht ins Untergeschoss und schaffen zusätzliche Orientierungs- und Aufenthaltsorte.

Betrieblich ist die Halle im Untergeschoss an das Unterstufenschulhaus Feld angebunden. Ausserhalb der Schulzeiten kann sie über einen separaten Zugang unkompliziert von Vereinen genutzt werden.