GOSU – Gemeinsame Oberstufe Underchläggi

Projektwettbewerb 2022, 1. Rang
Realisierung 2024-2026

Die Gemeinden Hallau, Neunkirch und Wilchingen haben sich mit den Anschlussgemeinden Gächlingen, Oberhallau, Siblingen und Trasadingen zur Gemeinsamen Oberstufe Underchläggi zusammengeschlossen. Die Oberstufen werden am dafür neu erstellten Schulhaus mit Doppelturnhalle in Neunkirch gebündelt.

Das neue Sekundarschulhaus der GOSU ergänzt die bestehende Schulanlage Randenblick der Gemeinde Neunkirch als klar gesetzter Längskörper und stärkt die prägende Achse der Schulstrasse mit Baumallee. Die Dachform nimmt die Gliederung der Bauten des Städtlis auf und verleiht dem Baukörper eine differenzierte Silhouette. Die Setzung des Schulhauses ermöglicht die Anbindung an zwei unterschiedliche Niveaus. So wird der Neubau selbstverständlich in die Topografie und das bestehende Wegnetz eingebunden.

Demgegenüber wird das Volumen der Turnhalle bewusst von der Achse der Schulstrasse abgesetzt. Dadurch bleibt der wohltuende Freiraum neben der Städtlihalle mit seinem Baumbestand und den Parkplätzen erhalten. Gemeinsam mit dem bestehenden Clubhaus, dem Fussballplatz und dem neuen Hartplatz bildet die Turnhalle ein eigenständiges, funktionales Ensemble, das sich selbstverständlich in das bestehende Wegnetz einfügt.

Das Schulhaus basiert auf einem klaren Achsen- und Stützenraster und gliedert sich in drei unterschiedliche Nutzungsebenen. Das Obergeschoss bildet eine weitläufige, dem Unterricht gewidmete Lernwelt. Vier offen gestaltete Treppen erschliessen dieses grosszügige Niveau. Dank aussenliegender Fluchtlauben steht die gesamte Geschossfläche als flexibel nutz- und einteilbare Gebäudestruktur zur Verfügung. Die Atmosphäre des Unterrichtsbereichs wird geprägt durch die sichtbare Holzkonstruktion sowie die wechselweise öffnenden Dachgauben mit ihren charakteristischen Oberlichtbändern.

Auf der Ebene des Hauptzugangs liegen die Aula mit Mittagstisch, die Bereiche für Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie die Räume für Musik, Hauswirtschaft und Gestalten. Diese stehen in direkter Beziehung zu den ihnen vorgelagerten Aussenbereichen. Eine «Rue Intérieure» erschliesst das Geschoss entlang der mittleren Raumachse. Im regelmässigen Rhythmus der Treppen weitet sie sich zu zweigeschossigen, zenital belichteten Lichthallen und führt über eine Kaskade aus Tritt- und Sitzstufen hinunter auf das tiefer gelegene Pausenplatzniveau.

Der Zutritt in die Turnhalle erfolgt über ein Foyer, welches unmittelbar auf halber Hallenhöhe in eine als Erschliessungszone dienende Galerie mündet. Analog zum Schulgebäude wird der Hallenraum durch das Giebeldach mit seinen wechselseitig angeordneten Oberlichtgauben und das massive, strukturierende Holztragwerk geprägt. Die grosszügigen Öffnungen auf der Nordseite sorgen für angenehme und natürliche Lichtverhältnisse.

Der Übergang auf das darunterliegende Niveau wird von einem Materialwechsel begleitet. Das Garderoben- und Hallengeschoss ist vollständig in Sichtbeton ausgebildet.

Generalplanung und Architektur: Dahinden Heim Partner Architekten AG
Baumanagement: LBM Partner AG
Bauingenieurwesen: S+K Ingenieure AG
Holzbauingenieur: Krattiger Engineering AG
HLKSE-Planung: 3-Plan AG
Bauphysik: Zehnder & Kälin AG
Lichtgestaltung: vogtpartner
Brandschutz: ProteQ GmbH
Landschaftsarchitektur: MB LArch
Fotografie: Björn Siegrist